Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) beim TSV Ettlingen

FSJ Bericht

von Felix Roskos - FSJ'ler 2015/2016 beim TSV Ettlingen


Hallo zusammen

Mein Name ist Felix Roskos. Ich habe letztes Jahr mein Freiwilliges Soziales Jahr beim TSV Ettlingen absolviert. Über Freunde und das Internet wurde ich darauf aufmerksam gemacht, dass ein FSJ im Bereich Sport möglich ist und da Sport eine meiner Leidenschaften ist, habe ich mein Glück versucht und mich beim TSV beworben (eine sehr gute Entscheidung).

Ich werde hier ein bisschen aus meinem Freiwilligen Sozialen Jahr im Sport erzählen...
Nachdem ich mit einigen Vereinsmitgliedern bekannt gemacht wurde und die Hallen besichtigt hatte, begann das FSJ für mich Anfang September mit einer Seminar-Woche in der Sportschule Schöneck. Dort wurde ich zusammen mit ca. 30 anderen FSJ’lern aus der Umgebung auf die Arbeit mit Kindern im Sport vorbereitet: Die grobe Planung einer Sportstunde, wie gehe ich mit Gruppen um, die besonders laut/zurückhaltend sind und sämtliche pädagogischen Grundlagen, die man für den Sport braucht, wurden uns näher gebracht. Natürlich ging es in der Woche auch um den Austausch mit anderen FSJ‘lern, um Erfahrungen, die wir schon im Sport gemacht hatten und ums gegenseitige Kennenlernen. Die meisten der Kursteilnehmer begleiteten mich über das Jahr in weiteren Lehrgängen und manche sogar darüber hinaus.

Nach dieser Woche fühlte ich mich auf jeden Fall für die Praxis vorbereitet und war bereit loszulegen. Ich habe von Michi (Michaela Jancke, der Jugendleiterin vom TSV) eine Art Stundenplan bekommen auf dem meine ersten Arbeitszeiten vermerkt waren.

Um einen genaueren Einblick in meine Tätigkeit zu bekommen werde ich mal einen Arbeitstag beim TSV aufdröseln.
Der Montag, der wohl der abwechslungsreichste Tag war, startete mit dem Mutter-Vater-Kind Turnen. In dieser Gruppe turnen Kinder im Alter von 1 ½ bis 3 Jahren zusammen mit ihren Eltern in der Kasernenhalle in Ettlingen. Das Ganze wird angeleitet von Verena, die mich als FSJ’ler gleich von Beginn in die Stunden eingebunden hat und auch im weiteren Verlauf des Jahres immer bereit war auf Vorschläge und Fragen einzugehen.
Der Tag ging weiter mit der Fitnessgymnastikgruppe, die inzwischen von Nadia geleitet wird. Da dies eine Gruppe für Erwachsene ist, hatte ich meine Aufgabe nicht direkt in der Gruppe sondern im Nebenraum bei der Kinderbetreuung. Die Teilnehmerinnen mit Kleinkind können ihre Kinder mitbringen und der FSJ’ler übernimmt dann die Betreuung mit Spielzeug, Bällen oder durch simple Spiele. Man findet für jedes Kind das Richtige.
Nach der Gymnastikgruppe ist montags die Seniorengruppe dran. Bei dieser hatte ich die Aufgabe die Übungsleiterin mit Hilfestellungen und Tipps zu unterstützen. Auch in dieser Gruppe wurde es nie langweilig und man fühlte sich bei den älteren Damen und Herren immer herzlichst willkommen.
Nach dem Morgenprogramm waren abends die Kinder der u12 und u14 im Basketball dran. In der Albgauhalle durfte ich zusammen mit je ein oder zwei Trainern die Kiddies durch die Halle jagen. Die u14, welche meine älteste Gruppe war, stellte sich in der Hinsicht als eine ganz besondere Herausforderung dar. Mit diesen „teens“ musste man schon völlig anders trainieren, um bei ihnen nicht die Langeweile aufkochen zu lassen. Allerdings durfte natürlich auch der Spaß nicht fehlen. Ein gutes Mittelmaß zwischen Spaß und fordernden Übungen zu finden war jede Woche aufs Neue eine Herausforderung.

An den anderen Wochentagen standen morgens Kooperationen mit dem Kindergarten Regenbogen, der Geschwister-Scholl-Grundschule in Bruchhausen und dem Albertus-Magnus-Gymnasium in Ettlingen auf dem Plan. Gefolgt von Veranstaltungen am Nachmittag wie dem Kinderturnen, der Ballspielgruppe oder dem Basketballtraining.

Zwei Besonderheiten will ich noch hervorheben und zwar mein Jahresprojekt und die Woche in Bärenthal.

FSJ-Jahresprojekt:
Jeder FSJ’ler muss in seinem FSJ ein Jahresprojekt ausarbeiten und durchführen. Dies kann so ziemlich alles sein - ein Sporttag in einer Schule, ein Turnier für die eigenen Gruppen oder etwas völlig anderes. Für mich war das Jahresprojekt eine Fortbildung, die ich zusammen mit Verena vom Mutter-Vater-Kind Turnen für den Tageselternverein Ettlingen gehalten habe. Wir wurden angefragt eine Veranstaltung für Tagesmütter/-väter unter dem Thema „Bewegungsanregungen für (Klein-)Kinder“ zu organisieren. Nach einiger Überlegung haben wir das Ganze in zwei Teile aufgeteilt: einen Theoretischen mit allen Teilnehmern und dem praktischen Teil, bei der wir die Teilnehmer in zwei Gruppen aufgeteilt haben. Der theoretische Teil wurde mit einem Vortrag von mir und einer Fragerunde abgedeckt. Bei den praktischen Teilen waren wir im TIGER-Haus des TEV in Spessart. Dort beleuchteten wir mit den Tageseltern das Spielen unter dem sportlichen Aspekt. So verbrachten wir zwei recht lustige Nachmittage mit den Tageseltern und den Kindern (teils eigene, teils Tageskinder) an denen wir versucht haben so viel wie möglich zu vermitteln, das ist uns laut dem Feedback auch gut gelungen.


Jugendfreizeit Bärenthal:
Wir verbrachten mit 27 Kindern fünf Tage im sonnigen Bärenthal, in denen wir natürlich viel trainierten (war ja nicht umsonst eine Trainingsfreizeit), aber auch sonst uns mit Freizeitaktivitäten zu unterhalten wussten. In dieser Zeit konnten die jugendlichen Teilnehmer sich mannschaftsübergreifend kennenlernen. Durch lockere Atmosphäre und die gemeinsamen Aktivitäten kam ein gutes Gruppengefühl auf. Und so wussten wir auch die Zeit außerhalb des Basketballtrainings mit z.B. Beachvolleyball, Fußball, dem Entspannen in der Sonne usw. gut zu nutzen.

Abschließend möchte ich mich für dieses Jahr bedanken und zwar bei allen Menschen, die es mir möglich gemacht haben so viele neue Erfahrungen und Eindrücke zu sammeln. Dafür besonders hervorheben möchte ich natürlich Michi, die sich Jahr für Jahr um die FSJ‘ler kümmert (zusätzlich zu den anderen Tätigkeiten im Verein!!). Danke auch an jeden der einzelnen Trainer, die mich (und sicher auch jeden kommenden FSJ‘ler) allesamt mit offenen Armen aufgenommen haben und jede Turnstunde oder jedes Training zu einem spaßigen Erlebnis gemacht haben. Um also die am häufigsten gestellte Frage zu beantworten: Würdest du das FSJ noch einmal machen oder es weiter empfehlen? Auf jeden Fall! Es ist eine Wahnsinns Gelegenheit für jeden der Sport liebt und sich gerne mit Menschen umgibt (bevorzugt Kinder-Jugendliche).

In diesem Sinne wünsche ich meinen Nachfolgern/Nachfolgerinnen alles Gute und allen Interessierten viel Glück beim Bewerben.

Felix Roskos