Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) beim TSV Ettlingen

FSJ-Erfahrungsbericht

von Christoph Michelfeit - FSJ'ler 2017/2018 beim TSV Ettlingen

Ich bin in das FSJ mit den Erwartungen hineingegangen, meinen früheren Aufgaben im TSV Ettlingen intensiver nachzugehen und habe mir somit eingebildet ein genaues Bild von meinen Tätigkeiten zu haben, die da wären, weiterhin meiner Aufgabe als Basketball Coach nachzugehen und lediglich bei anderen Teams auszuhelfen und nebenher noch Einblicke in das Kinderturnen und anderen Abteilungen zu bekommen. Somit war ich bloß darauf eingestellt, einen routinierten Alltag zu haben und noch dazu viel Zeit für die Berufsorientierung zu finden.

Doch schon am ersten Tag wurde ich mit neuen und ungewohnten Aufgaben aus meiner Komfortzone gelockt, ein Aspekt welcher mich auch durch das restliche FSJ begleiten würde. Nicht nur das MuVaKi-Turnen montagmorgens, welches ich in der ersten Stunde nach den Ferien ganz alleine anleiten sollte, sondern auch das Helfen bei den Gymnastik-Gruppen und Unterstützen der Kinderturnabteilungen sollten einige neue Aufgaben und Erfahrungen für mich bereit halten. Selbst das Coachen von eigenen Basketballmannschaften und Begleiten von fünf weiteren Teams, welches eigentlich bis dahin zu meinem Gewohnheiten gehörte, hat mich durch das schiere Volumen zu Beginn ein bisschen aus der Balance gebracht.

Meine anfängliche Ungewissheit war jedoch schnell überwunden, denn die ständig wechselnden Rahmenbedingungen zeigten mir schnell, dass Flexibilität und eine offene Einstellung zu einem erfolgreichen FSJ führen. Nicht zuletzt ist dieser Wandel jedoch den diversen Seminaren zu verdanken, die einem mit einem Mix aus gezieltem Lehren, selbständiges Erarbeiten und Ausarbeiten mithilfe eines abwechslungsreichen Rahmenprogramms, spielerisch jedoch durchaus kompetent, die nötigen Eigenschaften für erfolgreiche Jugendgruppenleiter nahelegen.

Auch wenn ich durchaus viel gelernt habe, würde ich das FSJ in erster Linie wegen den Erinnerungen und Erlebnissen weiterempfehlen. Denn es waren die Kinder, die sich jede Woche aufs Neue freuten ihrem Schulalltag zu entfliehen, oder die Betreuer und Kollegen, mit denen man sich den ein oder anderen Spaß erlaubt hat, die vielen neuen Kontakte und Einblicke, welche mir bei meiner beruflichen Orientierung weiter geholfen haben, durch die dieses Jahr so ereignisreich und prägend war.

Christoph Michelfeit