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 Geschichte AH-Sport

 

„Fußball ist unser Leben“ heißt es in dem von einer früheren Nationalmannschaft gesungenen Lied. Die ehemaligen Aktiven des seinerzeitigen TSV Spinnerei haben dies auch so im Kopf, weil es mit den Beinen eben nicht mehr so geht. Sei’s drum: Schon 1953 wurde höchstrichterlich entschieden, dass Fußball überwiegend mit dem Kopf gespielt wird. Die Kunst ist es also, den Ball laufen zu lassen, der wird nämlich nicht müde.

 

Ehemaliger Sportplatz in der Spinnerei

        

Nach dem internationalen Auftritt 1996 mit immerhin 14 Aktiven bei einem Spiel an der Costa Brava gegen eine U40 von Rosas wurde es aus biologischen Gründen so nach und nach immer schwieriger elf Mann zusammen zu bringen. Seit dem 1997 beim Schluttenbacher Sportfest noch einmal mit Unterstützung der 3. Mannschaft siegreich gestalteten letzten Spiel ruht nun der schwarz-rote Dress im Clubraum auf dem Hellberg. Schon 1998 beim Besuch der Freunde im niederländischen Boekoel wurde der sportliche Wettkampf auf ein so genanntes Büchsenschießen verlegt, wobei alle drei Plätze des begehrten Treppchens durch Ettlinger erreicht wurden.

 

2002 wurden dann die Trikots doch noch einmal ausgepackt, um mit zusammen 683 Jahren und einem Schnitt von 62 die älteste Mannschaft unter den 250 an der Endrunde um die Deutsche Meisterschaft im Torwandschießen zu stellen. Immerhin wurde Rang 22 geschafft, damit aber die ausgesetzte Flugreise an die Algarve knapp verpasst. Die dafür selbst veranstaltete Reise an den Altmühlsee und ins Altmühltal liefert hier auch immer wieder Gesprächsstoff. Und von der eigenen Siegesfeier im Clubraum auf dem Hellberg werden die damals angereisten Organisatoren sicher auch heute noch sprechen.

 

Ja der Clubraum. Er hat noch was von der guten alten Zeit. Im Gastraum vor der Durchreiche bieten gerade mal drei Tische vielleicht 25 Besuchern Platz. Mit pflegeleichtem, gefliesten Boden, dazu Holz, rein und vom Boden bis zur Decke gut verschafft. Schlicht und solide. Es fehlt aller Glanz, den kann aber auch und gerade das Einfache haben. Der über 100 Jahre alte, nach und nach renovierte Raum liegt genau da, wo ein Platzhirsch liegen muss: An der Kurve, am Parkstreifen, in der Sonne, mit Sicht auf den Saumweg, eben eine Gunstlage. Die Küche: Gradlinig, qualitätsvoll und ohne preistreibenden Schnickschnack. Es wird unkompliziert und solide getellert, ohne Exotik-Firlefanz. Dazu kommt eine geradezu familiäre engagierte Betreuung statt roboterhafte Bedienung. Also ein erfreuliches Bild für eine Höhengastronomie abseits der Busroute und, was besonders erfreut, frei von allen gastronomischen Flausen der Sorte: Lauchtörtle, Rahmsüpple, Tristesse an weißer Sauce. Und weil der Hellberg doch glücklicherweise abseits liegt, sitzt im Clubraum halt nur eine verschworene Gemeinschaft.

 

Doch zurück zum Fußballspielen, das allwöchentlich in der Hellberghalle mit durchschnittlich vier gegen vier noch so lange gepflegt wurde, bis es dann auch hier bröckelte und das Training Anfang 2004 zum Erliegen kam.

Danach setzte ein Umdenken ein: Die ehemalige Basketballaktive und Sportlehrerin Andrea Kraft demonstrierte den weiterhin Aktiven über drei Monate in einem wöchentlich einstündigen ganzheitlichen Trainingsprogramm mit viel Power, was in den alten AH-Knochen steckt. Nachdem sie sich beruflich veränderte, hatte von September 2004 bis Januar 2011 der Physiotherapeut Markus Gehrlein jeden Mittwoch das Kommando über die "Rückenschule mit Pfiff". Ab 2006 bis zu seinem Wechsel auf einen auswärtigen Arbeitsplatz im Januar 2011 leitete er dienstags von September bis Februar/März zusätzlich die Wassergymnastik im Lehrschwimmbecken der Thiebauthschule. Seitdem werden die Sportstunden mit „eigenen Kräften“ weitergeführt. Im Wasser allerdings zunächst nur bis November 2012, da das Becken wegen eines Schadens gesperrt werden musste. Dafür wurde die Hallensportstunde auf 1 ½ Stunden verlängert. Ab Januar 2017 konnte der Wassersport in der neu errichteten Lehrschwimmhalle beim Albgaubad wieder aufgenommen werden.

 

„Wer alt werden will, muss früh damit anfangen jung zu bleiben!“