Mit einer Mischung aus bereits „Limfjords-Cup“-erprobten Spielerinnen und drei Rookies aus der U16w machte sich die U18w des TSV voller Vorfreude auf den langen Weg ins dänische Lemvig. Nach den furiosen Auftritten im vergangenen Jahr, die das Team bis ins Halbfinale der B-Runde geführt hatten, war das Ziel klar: Mindestens dieser Erfolg sollte wiederholt werden.
Gleich zum Turnierauftakt wartete jedoch eine schwere Aufgabe. Im ersten Match trafen die TSV-Mädels auf das Team des Gastgebers. Bis kurz vor Ende der ersten Spielhälfte gestaltete sich die Partie ausgeglichen, dann jedoch verloren die Ettlingerinnen den Spielfaden und ließen die Gegnerinnen zunehmend davonziehen. Zu allem Überfluss verletzte sich mit Saya Murakami die etatmäßige Aufbauspielerin und regelmäßige Top-Scorerin des Teams. Der deutliche Endstand von 19:35 geriet angesichts dieser Umstände fast zur Nebensache.
TSV Ettlingen – Lemvig Basket GIRLS UNITED 19:35
Ohne ihre wichtige Spielmacherin tat sich das TSV-Team im zweiten Gruppenspiel gegen die bärenstarken Jugglers aus den Niederlanden schwer, überhaupt ins Spiel zu finden. Die Niederländerinnen dominierten die Partie, was sich auch im klaren Ergebnis von 12:49 widerspiegelte.
BV The Jugglers – TSV Ettlingen 49:12
Die Ausgangslage vor dem letzten Gruppenspiel gegen den späteren Gruppensieger aus dem deutschen Leer war damit alles andere als rosig. Doch zur eigenen Überraschung – und der des Gegners – zeigten die TSV-Mädels einmal mehr ihr typisches „Turniergesicht“. Mit einer überragenden Defensive hielten sie stark dagegen und zwangen den Favoriten immer wieder zu einer überharten Spielweise. Trotz der 10:23-Niederlage beendete die U18w die Gruppenphase erhobenen Hauptes.
Fortuna Logabirum – TSV Ettlingen 23:10
Als Viertplatzierter der Gruppe 9 traf man in der K.-o.-Runde auf die Jumpers aus den Niederlanden, den Drittplatzierten der Gruppe 11. Was folgte, war ein Spiel der vergebenen Großchancen. Spielerisch den Holländerinnen deutlich überlegen, wollte der Ball einfach nicht in den Korb fallen. Mit jeder ausgelassenen „hundertprozentigen“ Möglichkeit wuchs die Verkrampfung, während die Gegnerinnen ihre wenigen Chancen konsequent nutzten. Am Ende verlor der TSV trotz Überlegenheit unglücklich mit 13:18 und schied aus dem Turnier aus.
HBV The Jumpers – TSV Ettlingen 18:13
Turniertrainer Joachim Beger zog dennoch ein differenziertes Fazit:
„Sportlich ohne zählbaren Erfolg dazustehen, ist natürlich bitter. Gerade vor dem Hintergrund, dass wir im entscheidenden K.-o.-Rundenspiel das bessere Team waren und letztendlich an der Chancenverwertung gescheitert sind, tut das richtig weh. Der verletzungsbedingte Ausfall von Saya gleich im ersten Spiel war im Angriff eine Schwächung, die verständlicherweise nicht vollständig kompensiert werden konnte – auch wenn die anderen Spielerinnen, insbesondere in der Defense, leistungsmäßig über sich hinausgewachsen sind. Vor allem die drei Rookies Clara, Merle und Milana haben sich nach anfänglichen Schwierigkeiten von Spiel zu Spiel deutlich gesteigert.“
Positiv hervorzuheben sei zudem, dass das Team trotz des Ausfalls der Aufbauspielerin spielerisch dagegenhalten konnte. „Das zeigt die gute Arbeit der Trainerinnen und Trainer der U16w und U18w. Ich hoffe, dass die in Lemvig gesammelten Erfahrungen den Mädels in den anstehenden Rückrundenspielen sportlich weiterhelfen werden“, so Beger abschließend.
Mit in Dänemark dabei waren: Luna, Hailey, Josefine, Johanna, Mika, Saya, Merle, Clara und Milana.
